Schulden- und Insolvenzberatung
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Post vom Inkassobüro - Was ist zu tun?

Einige Gläubiger beauftragen Inkassobüros oder spezialisierte Anwaltskanzleien, um ihre Forderungen einzutreiben. Grundsätzlich kann jeder Gläubiger seine Forderungen an ein Inkassobüro oder Inkassoanwalt abtreten. Diese sind dann berechtigt fremde Forderungen einzuziehen.

Man unterscheidet zwei Arten von Inkassogeschäften: 

  • Der Gläubiger verkauft seine Forderungen an das Inkassobüro, welches dann versucht, auf eigene Rechnung das Geld beim Schuldner einzutreiben. Dieser Variante liegt eine Abtretungserklärung zu Grunde.
  • Der Gläubiger gibt dem Inkassobüro eine Vollmacht, seine Forderungen beim Schuldner einzutreiben. 

In beiden Fällen ist nur noch das Inkassobüro Ihr Ansprechpartner. Dabei gibt es einige rechtliche Besonderheiten zu beachten:

  • Nehmen Sie erst Verhandlungen mit dem Inkassobüro auf, wenn Sie die rechtliche Legitimation, also die Vollmacht oder die Abtretungserklärung, als Kopie erhalten haben.
  • Schuldner müssen Kosten, die aus dem Zahlungsverzug entstehen, tragen. Die gilt auch für Inkassokosten. Sind Sie aber Zahlungsunfähig und haben das dem ursprünglichen Gläubiger mitgeteilt, müssen Sie die zusätzlichen Inkassokosten nicht tragen.
  • Unterschreiben Sie kein Schuldanerkenntnis oder Ratenzahlungsvereinbarung ohne vorher professionellen Rat eingeholt zu haben. Denn oft werden damit ungerechtfertigte Inkassokosten oder bereits verjährte Forderungen von Ihnen anerkannt. Fast immer verschlechtert sich durch ein Schuldeingeständnis Ihre rechtliche Lage.
  • Verlangt das Inkassobüro eine Selbstauskunft über Ihre finanzielle Situation, ist dies auf freiwilliger Basis. Dies hat nichts mit der Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung zu tun, die nur von einem Gerichtsvollzieher abgenommen werden kann. Vor Abgabe einer freiwilligen Auskunft, holen Sie sich professionellen Rat, ob und welche Informationen Sie weitergeben wollen.
  • Mitarbeiter eines Inkassobüros müssen Sie nicht in Ihre Wohnung lassen. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, bitten Sie darum, weiterhin schriftlich mit Ihnen zu kommunizieren.

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