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Pfändungsfreibetrag

Der Pfändungsfreibetrag richtet sich nach der Höhe des steuerlichen Grundfreibetrages gem.§ 32a Abs.1 Nr. 1 EstG. Der Pfändungsfreibetrag kann aus der Pfändungstabelle, die in § 850c ZPO zu finden ist, entnommen werden.

An diese Pfändungstabelle ist sowohl der Arbeitgeber des Schuldners, als auch der Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder im Falle einer Privatinsolvenz gebunden. Bei dem Pfändungsfreibetrag handelt es sich um den monatlichen Betrag des Schuldners aus Arbeitseinkommen, der diesem belassen werden muss, damit sein Existenzminimum und auch die Unterhaltverpflichtungen gesichert sind.

Mit unserem Pfändungsrechner können Sie problemlos ermitteln, wie viel von Ihrem Einkommen Ihnen pfandfrei zu belassen ist. Nach § 850 Abs. 2a ZPO ändert sich der Pfändungsfreibetrag am 1. Juli jedes ungeraden Jahres entsprechend der Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags. Der Grundfreibetrag war zum Stichtag 1. Januar 2007 jedoch identisch mit dem Freibetrag zum Stichtag 1. Januar 2005, so dass die Freigrenzen am 1. Juli 2007 nicht gestiegen sind.

Erhöhung des Pfändungsfreibetrags

Erst im Jahr 2011 wurde der Pfändungsfreibetrag angepasst. Bis zum 30.06.2011 betrug der Pfändungsfreibetrag bei einem Schuldner ohne Unterhaltsverpflichtung 989,99 Euro. Am 01.07.2011 hat der Gesetzgeber diesen Pfändungsfreibetrag um 40,00 Euro, d.h. auf 1029,99 Euro angehoben. Seit dem 01.07.2013 gilt ein Pfändungsfreibetrag von 1049,99 Euro. Der Pfändungsfreibetrag erhöht sich entsprechend der Unterhaltsverpflichtungen, die der Schuldner zu erfüllen hat.

Beispiel

Bei einem Schuldner, der 1050,00 Euro netto verdient, ist ein monatlicher Betrag von 3,47 Euro pfändbar. Ein Schuldner mit einer Unterhaltsverpflichtung kann bis zu 1439,99 Euro verdienen. Ab einem Nettoeinkommen von 1440,00 Euro ist ein monatlicher Betrag von 0,83 Euro pfändbar. Alle Beträge über ein Nettoeinkommen von 3203,67 Euro hinaus können unabhängig von der Anzahl der Unterhaltsverpflichtungen gepfändet werden.

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